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Weißes Pferd das Galoppiert

Selen beim Pferd – Warum das Spurenelement oft zum Mangelfaktor wird


Selen zählt zu den essenziellen Spurenelementen und spielt für die Gesundheit des Pferdes eine zentrale Rolle. Es unterstützt den Zellschutz, trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei und ist für ein leistungsfähiges Immunsystem unverzichtbar. Dennoch zeigen aktuelle Futtermittelanalysen, dass die natürliche Selenversorgung über das Grundfutter immer weniger ausreichend ist.

Gerade in Regionen mit selenarmen Böden kann die Versorgungslücke erheblich sein. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die Bedeutung dieses Spurenelements und die tatsächlichen Gehalte im Futter Ihres Pferdes.

Welche Aufgaben übernimmt Selen im Pferdeorganismus?

Selen ist Bestandteil verschiedener Enzyme und Proteine, die wichtige Stoffwechselprozesse steuern. Besonders bekannt sind die sogenannten Glutathionperoxidasen, die Körperzellen vor oxidativem Stress schützen.

Zu den wichtigsten Funktionen von Selen gehören:

  • Unterstützung des antioxidativen Zellschutzes
  • Beitrag zu einer normalen Muskelfunktion
  • Unterstützung des Immunsystems
  • Beteiligung am Schilddrüsenstoffwechsel
  • Förderung der Regeneration nach Belastungen
  • Unterstützung einer normalen Fruchtbarkeit bei Zuchtstuten und Hengsten

Da Pferde Selen nicht selbst bilden können, muss die Versorgung komplett über das Futter erfolgen.

Wie gut sind Pferde aktuell über Heu mit Selen versorgt?

Heu bildet die Grundlage der Pferdefütterung. Daher ist der Mineralstoffgehalt des Grundfutters entscheidend für die tägliche Versorgung jeglicher Spurenelemente und Vitamine.

Aktuelle Auswertungen von Heuanalysen aus den Jahren 2020 bis 2025 zeigen jedoch ein deutliches Bild: Der Selengehalt liegt seit Jahren konstant deutlich unter den empfohlenen Zielwerten.

Hierfür wurden von der LUFA-Nordwest neue Ergebnisse veröffentlicht die im Durchschnitt einen Wert von 0,05mg/kg (Spannbreite 0,04-0,2mg/kg) zeigten.

Zielwerte für den Selengehalt im Heu liegen hierbei allerdings bei 0,15 – 0,50 mg/kg.

Das Ergebnis: Der durchschnittliche Selengehalt erreicht lediglich rund ein Drittel des unteren Zielwertes. Viele Pferde nehmen somit über ihr Grundfutter deutlich weniger Selen auf, als empfohlen wird.

Selengehalt von Gras und Heu: Warum sind unsere Böden selenarm?

Selengehalt von Gras und Heu: Warum sind unsere Böden selenarm?

Deutschland sowie große Teile Mitteleuropas gelten als selenarme Regionen. Die natürlichen Gehalte in den Böden sind vergleichsweise niedrig, wodurch auch Pflanzen nur begrenzte Mengen aufnehmen können und auch das Gras und Heu dann weniger Selen enthält.

Selbst hochwertiges Heu aus guter Grünlandbewirtschaftung enthält deshalb häufig nicht ausreichend Selen, um den Bedarf von Pferden vollständig zu decken.

Woran erkennt man einen Selenmangel bei Pferden?

Ein leichter Selenmangel entwickelt sich oft schleichend und bleibt lange unbemerkt.

Mögliche Hinweise können sein:

  • verminderte Leistungsfähigkeit
  • verzögerte Regeneration
  • Muskelprobleme wie Steifheit, verminderte Belastbarkeit oder verzögerte Regeneration
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • stumpfes und glanzloses Fell

Wie wird ein Selenmangel festgestellt?

Die zuverlässigste Beurteilung der Selenversorgung erfolgt über eine Blutuntersuchung durch den Tierarzt. Da Symptome häufig unspezifisch sind, sollte eine Supplementierung idealerweise auf Basis von Blutwerten und einer Analyse des Grundfutters erfolgen.

Kann zu viel Selen einem Pferd schaden?

Ganz kurz: Ja. Selen gehört zu den Spurenelementen mit einem schmalen Bereich zwischen Unter- und Überversorgung.

Eine unkontrollierte Supplementierung sollte deshalb vermieden werden. Besonders wenn mehrere Mineralfutter oder Zusatzprodukte gleichzeitig eingesetzt werden, kann es zu einer Überversorgung kommen.

Daher sollte eine Ergänzung von Selen in Kombi mit anderen Zusatzfuttermitteln immer mit Ihrem Tierarzt oder den Herstellern abgesprochen werden.

Wann kann eine Selenergänzung sinnvoll sein?

Manche Pferde haben zudem einen höheren Bedarf an Selen als andere.

Pferde mit einem erhöhten Bedarf an Selen sind:

  • Sport- und Leistungspferde
  • Zuchtstuten und Hengste
  • Pferde in Trainings- und Aufbauphasen
  • ältere Pferde
  • Pferde mit erhöhtem oxidativem Stress

Fohlen und Jungpferde sollten hinsichtlich ihrer Selenversorgung gesondert betrachtet werden, da sie andere Nährstoffanforderungen als ausgewachsene Pferde haben.

Organisch gebundenes Selen – worauf kommt es an?

Nicht jede Selenquelle wird vom Organismus gleich gut verwertet. Organisch gebundene Selenverbindungen, beispielsweise Selenhefe, zeichnen sich durch eine besonders hohe Bioverfügbarkeit aus und können vom Körper effizient genutzt werden.

Eine gezielte Ergänzung mit organischem Selen kann dazu beitragen, die Versorgung von Pferden in selenarmen Regionen bedarfsgerecht zu unterstützen. Dabei sollte die Dosierung immer auf die aktuellen Selenwerte im Blut, sowie die individuelle Fütterung und den tatsächlichen Bedarf abgestimmt werden.

Unterstützung bei Selenmangel: navalis orthosal Selen horse

Zur gezielten Unterstützung der Selenversorgung von Pferden wurde das Ergänzungsfuttermittel navalis orthosal Selen horse entwickelt.

Das Produkt enthält organisch gebundenes Selen aus Selenhefe und wurde speziell zur bedarfsgerechten Selenversorgung von Pferden entwickelt. Zusätzlich enthält die Rezeptur Vitamin E, das gemeinsam mit Selen eine wichtige Rolle beim antioxidativen Zellschutz spielt und gemeinsam zum Schutz der Zellen dient.

Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Heuanalysen kann eine bedarfsgerechte Ergänzung mit organischem Selen eine sinnvolle Möglichkeit darstellen, bestehende Versorgungslücken zu schließen. Voraussetzung bleibt jedoch immer die Betrachtung der gesamten Ration sowie eine individuelle Bedarfsermittlung.

Während einer gezielten Selenergänzung sollte die Grundversorgung mit Vitaminen und Spurenelementen weiterhin sichergestellt werden. Hierfür eignet sich ein hochwertiges Mineralfutter mit reduziertem Selengehalt, um eine Überversorgung zu vermeiden. Hierfür eignet sich zum Beispiel das navalis kombicare daily low selen.

Wichtig ist jedoch, dass im Anschluss auch nach einer Selenkur weiter Selen zugeführt wird. Dies sollte in Form eines hochwertigen Mineralfutters mit einem erhöhtem Selengehalt erfolgen. Ein Beispiel hierfür wäre das navalis kombicare daily.

Fazit zur Selenversorgung für Pferde

Wer die Versorgung seines Pferdes optimieren möchte, sollte deshalb die Qualität des Grundfutters kennen und mögliche Versorgungslücken gezielt ausgleichen. Ergänzungsfuttermittel mit organisch gebundenem Selen – wie navalis orthosal Selen horse – können dabei helfen, eine bedarfsgerechte Selenversorgung sicherzustellen und die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Widerstandskraft des Pferdes nachhaltig zu unterstützen.

Praxis-Tipp: Die durchschnittlichen Selengehalte im Heu liegen seit Jahren deutlich unter dem Zielbereich. Lassen Sie Ihr Grundfutter analysieren und überprüfen Sie die Selenversorgung Ihres Pferdes regelmäßig – insbesondere bei Sportpferden, Zuchtpferden und älteren Pferden.

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